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Jesko Friedrich Was Darf Satire Essay

In dem kürzlich erschienenen "ARD-Jahrbuch 09" geht Jesko Friedrich ("extra 3", "Dennis & Jesko") in einem langen und lesenswerten Artikel der Frage nach, wo die Grenze zwischen Satire und Comedy eigentlich liegt. Und warum ein Sonderfall des Genres, die Belustigung, die ausschließlich die Verhöhnung Schwächerer zum Inhalt hat, keine Satire ist.

Satire, wie er sie beispielsweise bei "extra 3" mache, schreibt Friedrich, wolle "- nach Möglichkeit unterhaltsam - informieren, aber vor allem eine klare und kritische Meinung äußern und deutlich Stellung zu aktuellen Ereignissen beziehen. Darüber hinaus will sie ihrem Publikum ein Bewusstsein all dessen vermitteln, was im Lande nicht funktioniert oder falsch läuft".

Die zentrale Frage bezügliche jedes satirischen Beitrags sei: "'Wer ist der Feind?' Oder, wem das zu martialisch klingt: ' Wer ist verantwortlich für einen (veränderbaren) schlechten Zustand?'"

So sei zum Beispiel bei dem "TV total"-Vorfall im Jahr 2004, als Stefan Raab seine Bemerkung "Die Dealer tarnen sich immer besser" vor Gericht als zulässige Satire verstanden wissen wollte, ebenfalls die Frage nach dem satirisch zu Kritisierenden zu stellen: "Wer ist der Feind? Junge Mütter? Junge Türkinnen? Warum?"

Laut Jesko Friedrich handelt es sich dabei ebensowenig um Satire wie etwa bei dem als Stauffenberg verkleideten Oliver Pocher, der in "Schmidt & Pocher" einen jungen Mann zu Will Smiths neuem Film interviewte und sich über dessen schlechtes "Ti-Äjtsch" lustig machte: "Wenn es keine satirische Kernaussage und kein moralisches Ideal gibt, mit dem das Gezeigte kontrastiert wird, dann ist das Ganze natürlich nur Comedy, wobei sich dann aber die Frage stellt, warum Pocher eine Wehrmachtsuniform aus der Nazizeit tragen muss, um Menschen mit Sprachfehler zu verhöhnen."

Kurt Tucholskys Antwort auf die Frage, was die Satire dürfe ("Alles.") schränkt Jesko Friedrich ein. "Was die Satire nicht darf", schreibt er, "ist, kein Ideal haben." Dem ist fast nichts hinzuzufügen - nur die Anmerkung, dass Satire ohne Ideal für Tucholsky keine Satire gewesen wäre.


Leserkommentare

Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung. In der älteren Bedeutung des Begriffs war Satire lediglich eine Spottdichtung, die Zustände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert. Historische Bezeichnungen sind auch Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill (gegen Personen gerichtete satirische Schmähschrift).

Das Wort Satire entstammt dem lateinischensatira, das wiederum aus satura lanx hervorgeht und ‚mit Früchten gefüllte Schale‘ bedeutet. Im übertragenen Sinn lässt es sich mit ‚bunt gemischtes Allerlei‘ übersetzen. In früherer Zeit wurde Satire fälschlicherweise auf Satyr zurückgeführt, daher die ältere Schreibweise Satyra.[1]

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Satire kann man Folgendes verstehen:

  • die satirische Darstellungsweise, die in verschiedensten medialen Formen (literarischer oder journalistischer Text – wie Gedicht, Essay oder Roman –, Drama, Zeichnung, Kabarett­programm, Film, Sendung im Fernsehen oder Hörfunk, Website usw.) und in verschiedensten Darstellungsformen (gefälschte Nachricht, fiktives Interview, fiktive Reportage, Glosse etc.) auftritt;
  • eine literarischeGattung römischen Ursprungs; als solche sind ihre wichtigsten Untergattungen:
  1. Menippeische Satire (Menippos)
  2. Verssatire (fragmentarisch bereits bei Ennius, Lucilius eigentlicher Schöpfer)
  3. Ständesatire (Mittelalter)
  4. Narrenliteratur (Renaissance)
  5. Pikaresker Roman (Barock)
  6. Literatursatire (Romantik)
  7. Philistersatire oder Spießbürgersatire (Romantik)
  8. Gelehrtensatire
  9. gesellschaftskritische und politische Satire (19. und 20. Jahrhundert)
  • ein einzelnes künstlerisches Werk, das von der satirischen Schreibweise Gebrauch macht oder der Gattung angehört.

Als Realsatire bezeichnet man einen Vorgang, der bereits bei neutraler, objektiver Beobachtung oder Beschreibung satirisch wirkt.

Satirische Schreibweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt annähernd so viele Bestimmungen der satirischen Schreibweise, wie es Satiriker gibt, und keine Bestimmung trifft auf die Gesamtheit der Satiren zu. Ihre Gegenstände, Mittel und Funktionen wandeln sich im Laufe der Geschichte. Es ist daher unmöglich, sie scharf von der Komik, der Parodie und der Polemik zu trennen.

Satire kann folgende Funktionen haben (nicht alle müssen im Einzelfall gleichermaßen gegeben sein):

  • Kritik: Nach Schiller stellt die Satire die mangelbehaftete Wirklichkeit einem Ideal gegenüber.[2]
  • Polemik: Einseitigkeit, Parteilichkeit, Agitation bis hin zur Aggression.
  • Didaktik: direkte oder indirekte Absicht zu belehren und zu bessern.
  • Unterhaltung: Nähe zu Formen der Komik und zur Parodie, von denen sie sich durch die kritische Haltung unterscheidet

Die Satire bedient sich häufig der Übertreibung (Hyperbel), kontrastiert Widersprüche und Wertvorstellungen in übertriebener Weise (Bathos), verzerrt Sachverhalte, vergleicht sie spöttisch mit einem Idealzustand (Antiphrasis) und gibt ihren Gegenstand der Lächerlichkeit preis. Zu ihren Stilmitteln gehören Parodie, Travestie und Persiflage, zu ihren Tonfällen Ironie, Spott und Sarkasmus. Insofern sich die Satire auf eine Idealvorstellung beruft, kann sie sich auch des Pathos bedienen.

Eine wichtige Form der Satire ist der satirische Roman, in der die Satire als fiktionalesNarrativ auftritt. Sehr häufig ist hier die Form des Reiseberichts in der ersten Person oder einer Reisebeschreibung in der dritten Person, wobei die Hauptfigur oft sehr naiv erscheint (siehe Erzählperspektive). Es können entweder die naiven Erwartungen der Hauptfigur an die Welt mit der Wirklichkeit, die sie erlebt, kontrastiert werden, oder die von ihr bereiste Welt kann satirisch mit anderen Formen literarischer oder philosophischer Weltdarstellung kontrastieren.

Satire tritt häufig als Mittel der Polemik auf. In öffentlichen Debatten und im gelehrten Disput kann sie ein Mittel sein, einen Gegner bloßzustellen. Dabei greift sie nicht direkt mit Sachargumenten an, sondern geht den indirekten Weg der Kontrastierung, bei der dem Zuhörer oder Leser der Kontrast zwischen Wirklichkeit und Ideal augenfällig wird. In dieser Funktion ist sie Teil der Streitkunst (Eristik). Aggressionspotenzial und Gewaltnähe der Satire werden in der alteuropäischen Tradition durchgehend reflektiert.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menippeische Satire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Älteste und zugleich langlebigste Untergattung der Satire ist die menippeische Satire. Die Antike definierte sie zunächst rein formal durch die Kombination von Vers- und Prosa­dichtung (Prosimetrum). Nach dem römischen PolyhistorMarcus Terentius Varro, der die prosimetrische Form (nicht den Inhalt) in die römische Literatur importierte, wird sie auch als varronische Satire bezeichnet.

Ihr Namensgeber ist der griechischeKynikerMenippos von Gadara (3. Jahrhundert v. Chr.), von dem selbst keine Schriften erhalten sind. Er soll mit einer Mischung aus Ernst und Komik, aus Witz und Spott, in Dialogen und Parodien die kynische Kritik (Diatribe) in literarische Form gebracht haben.

Die formale Freiheit der Menippea wurde bald umgedeutet zur inhaltlichen und stilistischen Freiheit. Äußere Formlosigkeit, freier Wechsel der Tonfälle und Perspektiven wurden für sie zu flexiblen Mitteln, durch Spott, Parodie und Ironie die Wahrheit zu sagen.

Der Syrer Lukian von Samosata (2. Jahrhundert n. Chr.) war der erste Schriftsteller, der sich auf Menippos berief, als er satirische Werke in dieser freien Form verfasste. In seinen komischen Totengesprächen, die eine heute verlorene Schrift des Menippos nachahmen, tritt dieser auch selbst als Figur auf. Ein klassisches Beispiel für die Menippea ist SenecasApocolocyntosis („Verkürbissung“), eine Schmährede auf den verstorbenen Kaiser Claudius, sowie auch PetronsSatyricon.

In der Renaissance lebte die Menippea wieder auf. 1581 veröffentlichte der Humanist Justus Lipsius sein Werk Satyra Menippea: Somnium, sive lusus in nostri aevi criticos, es war der erste Werktitel nach der Antike, der sich auf diesen Gattungsbegriff berief. 1594 entstand in Paris eine Gemeinschaftsarbeit von vier gebildeten Parisern, die unter dem Titel La Satire Ménippée die Herrschenden anprangerte (Lexika nennen diesen Titel noch bis 1750 unter diesem Stichwort). Weitere literarische Beispiele sind etwa François Rabelais' Pantagruel (1532) und Gargantua (1534), Johann FischartsGeschichtsklitterung (1575/90), Laurence SternesTristram Shandy (1759–1767), Des Luftschiffers Gianozzo Seebuch von Jean Paul (im Titan, 1800–1803) oder die Wunderbare Geschichte von BOGS dem Uhrmacher (1807) von Clemens Brentano und Joseph Görres.

Northrop Frye schlug vor, die Menippea als literarische Großform neben anderen Formen der Prosa einzuordnen. Michail Bachtin (1987) sieht in ihr das kulturtragende Prinzip des Karnevals, das in den Volkskulturen Europas eine zentrale Rolle spielt und auch in der Literatur aufzufinden ist.

Lucilische, horazische, juvenalische Satire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römer führten die Satire auf die Spottverse des römischen Dichters Lucilius zurück. Quintilians stolzer Satz: „Satura quidem tota nostra est“ („Die Satire freilich ist ganz unser“, Institutio Oratoria X, 1) belegt, wie bedeutsam den Römern diese literarische Gattung erschien: diese als einzige hatten sie nicht von den Griechen übernommen. Lucilius’ Verssatiren markierten also im 2. Jahrhundert v. Chr. eine Emanzipation von der bis dahin griechisch geprägten Dichtkunst. Damit gemeint ist jedoch nur die Verssatire (in daktylischenHexametern), auch lucilische Satire genannt.

Lucilius war ein Schriftsteller von Rang und finanzieller Unabhängigkeit; nur so konnte er es wagen, über Personen des öffentlichen Lebens Spott auszugießen. Viele seiner Spottdichtungen wurden ursprünglich einzeln publiziert, wenn sie sich auf tagespolitische Ereignisse bezogen. Sie verspotten in Epigrammen und Dialogen die römische Geschäftswelt und das Leben in Rom, die menschlichen Laster, Aberglauben und Krankheiten, zeichnen in bissigem Ton Ehefrauen und Affären, und belehren über Sprache, Orthografie und Dichtkunst.

Horaz berief sich auf Lucilius als Vorgänger, indem er seine Satiren wie dieser als Sermones betitelte und in strengen Hexametern abfasste. Sie erheben den philosophischen Anspruch, die Laster in der Welt zu nennen, die für den Unfrieden in der Welt verantwortlich sind: Habgier, Ehebruch, Aberglaube, Maßlosigkeit usw. Die Themen sind also ähnlich denen von Lucilius’ Satiren, doch weniger scharf im Ton; Horaz war wegen seiner weniger einflussreichen Position dazu gezwungen, die Schwächen des Menschen an sich selbst oder an verstorbenen Personen aufzuzeigen – oder an solchen, die ihm nicht gefährlich werden konnten.

Stilistisch wird demnach zwischen der horazischen Satire (scherzhaft und komisch) und der juvenalischen Satire (strafend, pathetisch) unterschieden. Diese Gattungsbegriffe existierten bis weit ins späte 18. Jahrhundert und waren in der literarischen Praxis wie in der Literaturgeschichte gebräuchliche Unterscheidungen; selbst Friedrich Schiller unterschied noch zwischen der „lachenden“ und der „pathetischen“ Satire. Durch Goethes folgenreiche Neueinteilung der Literatur in Epik, Lyrik und Drama verloren die antiken Unterscheidungen für die Gegenwartsliteratur an Bedeutung.

„Satura“ („Füllung“, „Gemisch“) war ursprünglich der Titel einer Gedichtsammlung von Ennius, die aber selbst nicht satirischen Inhalts ist. Als „saturae“ werden bei Livius auch komödiantische Gesangs- und Tanzdarbietungen bezeichnet, die er auf die griechischen Satyrspiele zurückführen wollte. Bezeichnete Lucilius selbst seine Satiren anfangs als „ludus ac sermones“ (Spiele und Schriftwerke, Dialoge), so standen in den ersten drei Jahrhunderten beide Begriffe nebeneinander, bis sich mit dem boshaften Schriftenzyklus aus 16 Satiren von Juvenal im 2. Jahrhundert n. Chr. die Bezeichnung „satura“ für ein literarisches Werk satirischen Inhalts endgültig durchsetzte.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satiren des Mittelalters und des Humanismus waren tendenziell konservativ, von christlichen Werten und der Richtigkeit der Ständeordnung überzeugt. Weil sie die unaufhebbare Sündhaftigkeit des Menschen darstellen und auf Besserung hinwirken können, gehören sie zur christlichen Didaktik.

Im Mittelalter tritt Satire daher meist als Ständesatire auf. Ausgehend von der hierarchischen Feudalordnung kritisiert sie Verletzungen der Standespflichten und jede Art von Übertretung der von Gott geschaffenen Sozialordnung. Dazu zählt die Auflehnung der unteren Stände (Bauern), aber auch die Grausamkeit des Adels oder die sündhafte Leichtlebigkeit der Geistlichen.

Eine andere Form ist das Tierepos, etwa Reineke Fuchs (verschiedene Fassungen). Tierfabel und Schwank wurden in ihm zu einem literarischen „Spiegel“ verschmolzen, der die moralische Verkommenheit der höfischen Welt mit dem höfischen Ideal vergleicht. Man kann das Tierepos auch als Parodie des höfischen Epos verstehen, dessen Helden diese Ideale verkörperten.

Humanismus und Renaissance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst die Entwicklung des modernen Individualismus in der italienischen Renaissance brachte als Korrektiv die „moderne“ Satire hervor: der Witz wird zur Waffe. Burckhardt bezeichnete das Italien des 15. Jahrhunderts als „eine Lästerschule (…), wie die Welt seitdem keine zweite mehr aufzuweisen gehabt hat“ (Die Cultur der Renaissance, 1860). Die Bandbreite der satirischen Schriften Italiens reichte von den Lustspielen der Commedia dell’arte bis zum gelehrten Witz, den facetiae, die von Philologen gesammelt und analysiert wurden.

Die Parodie des Feierlichen und Erhabenen stand in hoher Blüte; der Witz etwa eines Teofilo Folengo oder eines Pietro Aretino war berüchtigt. Der vielseitige Aretino schrieb Komödien, die das aristokratische Leben in Rom verspotteten. In seinen fast 3000 Briefen und vermischten Schriften übt er seine Kunst, spontan – oft auch opportunistisch – zu jedem beliebigen Gegenstand eine spitze Bemerkung zu formulieren, besonders gegen alles Pedantische und Pathetische.

In Deutschland lag die Situation anders. Die Satiren des Humanismus gehören meist zur Gattung der Narrenliteratur. Fast bruchlos stehen Sebastian BrantsNarrenschiff (1494) und Erasmus von RotterdamsLob der Torheit (1509) und Julius vor der verschlossenen Himmelstür (1514) in der Tradition des Mittelalters; sie sind hauptsächlich auf die humanistische Kritik von Sitten und Untugenden der Zeitgenossen gerichtet, die sie mit didaktischer Strenge zu verbessern trachten. Besonders das Narrenschiff fand in lateinischer Übersetzung[4] in ganz Europa Leser und Nachahmer.

Die VolksbücherTill Eulenspiegel (circa 1510) und Die Schiltbürger (1598) folgten einer anderen Tradition: der des Hofnarren oder Schelmen, der Streiche spielt. Auf Bühnen und bei Volksfesten findet sich politischer Spott gegen Herrschende und Beherrschte in Fastnachtsspielen und Burlesken. Auch einige satirische Passionsspiele sind erhalten.

Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reformation entdeckte die Satire als publizistisches Mittel der polemischen Agitation im Streit um die christliche Lehre. Je nach religiöser Zugehörigkeit ihrer Autoren richteten sich die satirischen Streitschriften und Flugblätter gegen die Katholische Kirche (Erasmus, Ulrich von Hutten, Dunkelmännerbriefe) beziehungsweise gegen die Vertreter der Reformation (Thomas Murner). Dabei wurden sowohl die widerstreitenden Gruppen, als auch erstmals ihre individuellen Exponenten Ziel der satirischen Angriffe. Der Papst als Esel oder Drache, Johannes Eck als Schwein, Thomas Murner als Katze, oder der Theologe Lemp als bissiger Hund und dazu kontrastierend Luther als siebenköpfiges Ungeheuer (Hans Brosamer) oder des Teufels Dudelsack.

Vielfach erfolgte im Rückgriff auf biblische Situationen eine aktualisierende Zuspitzung auf das Tagesgeschehen. Gestalten der Apokalypse versah man mit den päpstlichen Insignien, die Hure Babylon trägt die Tiara, an Stelle von Babylon schildert die Septemberbibel das zugrunde gehende Sündenbabel Rom.

Bildsatiren der Reformationszeit wurden in hoher Zahl und vielfältigen originellen und vor allem derb-volkstümlichen Exemplaren aufgelegt und verbreitet. Gleichwohl erfolgten die Veröffentlichungen der Karikaturen aus Gründen des Selbstschutzes häufig anonym. Berichtet wird von Haftstrafen für Zeichner, Drucker und Kolporteure für ihre „Schmähschriften“.

In Bern waren es nicht Predigten, sondern die antikatholischen Fastnachtsspiele von Niklaus Manuel, die der Reformation zum Durchbruch verhalfen.

Barock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satiren dienten auch im Barock der Kritik an der höfischen Welt und den Zeitgenossen, indem sie die Verkehrtheit der gegenwärtigen Welt pointiert herausstellten und mit dem Ideal christlicher Sitten, Ehrbarkeit und Tugend verglichen. Repräsentativ ist dafür Moscheroschs Roman Wahrhafftige Gesichte Philanders von Sittewalt (1646), der die erstarrten Repräsentationsgesten des Adels durch bittersten Hohn entlarven wollte. Man glaubte auch, mittels heiterer Schriften von Schlaflosigkeit und Melancholie heilen zu können, etwa durch humoristisch-satirische Kollektaneen wie die Curiösen Speculationen bey Schlaf-losen Nächten (Johann Georg Schmidt, 1707).

Zu den heute bekanntesten satirischen Romanen des Barock gehören Grimmelshausens herausragender Simplicissimus Teutsch (1662) und Christian ReutersSchelmuffsky (1696/97), die beide – auf jeweils sehr unterschiedliche Weise – der komisch-satirischen Tradition des Schelmenromans oder pikaresken Romans zugeordnet werden können. Auch Andreas Gryphius' Stück Horribilicribrifax (1663) gehört vom Ideengut in diese Aufzählung. Ihr aller Vorbild ist jedoch das monumentalste Werk der barocken Satire, Cervantes’ parodistischer Ritterroman Don Quijote (1605–1615). Gerade der Schelmuffsky entfaltet eine komische Höhe, die vielleicht erst wieder mit Gottfried August Bürgers Bearbeitung der Abenteuergeschichten des Baron Münchhausen (1786) erreicht wurde. Die Abenteuer des fluchenden und aufschneiderischen Schelmuffsky hatten jedoch zu Lebzeiten des Autors wenig Wirkung und wurden erst um 1800 von den deutschen Romantikern wiederentdeckt.

Ein wichtiges Phänomen ist auch die so genannte Alamode-Satire (frz.à la mode = modisch, neumodisch) oder Sprachsatire: Viele Autoren – zu dieser Zeit meist Amtmänner, Geistliche oder Hofschreiber – waren Mitglieder der patriotischenSprachgesellschaften. Deren selbstgesetztes Ziel war es, Literatur in deutscher Sprache zu fördern und den deutschen Wortschatz von Fremdwörtern zu reinigen. Mit polemischen Mitteln agitierte man daher gegen „Sprachverderber, welche die alte Teutsche Muttersprach, mit allerley frembden Wörtern vermischen, dass solche kaum halber kan erkant werden“ (Klaglied von 1638). Solche Polemiken tragen Titel wie Deutsche Satyra wieder alle Verterber der deutschen Sprache (Johann Heinrich Schill, 1643), oder Reime dich, oder ich fresse dich: das ist, deutlicher zu geben, Antipericatametanaparbeugedamphirribificationes Poeticae oder Schellen- und Scheltenswürdige Thorheit Boeotischer Poeten in Deutschland (Gottfried Wilhelm Sacer, 1673). Ein weiterer bedeutender Satiriker der Zeit war Joachim Rachel, der sich als „deutscher Juvenal“ außerordentlicher Popularität erfreute.

Da ein beliebtes schriftstellerisches Genre die Abfassung von deutschsprachigen Rhetorik-Lehrbüchern war, kursierten auch satirisch gemeinte Anleitungen zur Redekunst „à la mode“. Im Zuge dieser kollektiven „Spracharbeit“ versuchte man auch die verdeutschten Bezeichnungen „Stachelschrift“ und „Stachelgedicht“ für satirische Schriften einzuführen; sie fanden jedoch wenig Verbreitung.

Aufklärung und Romantik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitalter der Aufklärung florierte die Satire als didaktisches Mittel, mit der die philosophischen und pädagogischen Ziele der Aufklärung befördert werden sollten. Die Kritik der Mächtigen blieb jedoch lange Zeit ausgespart; sicher vor allem aus Furcht vor Zensur. Die Satiren Gottlieb Wilhelm Rabeners etwa blieben „menschenfreundliche“ Kritik von Verstößen gegen guten Geschmack und Sittlichkeit.

Zugleich entfaltete sich das literaturtheoretische Interesse an der Satire. Johann Georg Sulzer etwa definierte die Satire nicht mehr über die Form, sondern über den Inhalt. Von ihr wird verlangt, dass sie Themen von sozialer Relevanz behandle, nämlich „jede im Verstand, Geschmack oder dem sittlichen Gefühl herrschende Unordnung“; damit gehört sie zu den wertvollen Mitteln, die der moralischen Besserung des Menschen dienen: „Der Endzweck der Satire ist dem Übel, das sie zum Inhalt gewählt hat, zu steuern, es zu verbannen, oder wenigstens sich dem weiteren Einreißen desselben zu widersetzen und die Menschen davon abzuschrecken.“ (Allgemeine Theorie der schönen Künste, 1771).

Gerade die Satire der Spätaufklärung übte aber auch scharfe Kritik an den Idealvorstellungen der Aufklärung. In Johann Karl Wezels satirischem Roman Belphegor ist es die Vorstellung, das Geschehen in der Welt folge einem rationalen Plan, die in aller Deutlichkeit widerlegt wird. Erfolg haben in Deutschland nun auch die Satiren von Jonathan Swift, die frühaufklärerische Ideale kritisieren: So persifliert A Modest Proposal (1729) die Vorstellung, rationale Überlegungen könnten der Linderung menschlicher Not dienen; in Gulliver’s Travels (1726) bereist der Held einige Inseln, die Parodien auf gelehrte Theorien der Zeit darstellen.

Zu den namhaftesten Satirikern der Spätaufklärung zählen Georg Christoph Lichtenberg, der den kurzen, geschliffenen Aphorismus populär machte, und Jean Paul, dessen gesamtes Werk eine Neigung zur Satire zeigt. In England blühte die Satire noch mehr als in Deutschland; ebenso in Frankreich bei den namhaftesten Aufklärern, etwa Montesquieu (Persische Briefe, 1721), Voltaire (Candide, 1759) und Denis Diderot (Rameaus Neffe, 1761–1776). Auch Schillers und GoethesXenien (1797) kann man zu den satirischen Schriften zählen; ihre spitzen Epigramme zielten vor allem auf ihre Dichterkollegen und unmittelbaren publizistischen Gegner.

Schiller war es auch, der die Satire in der Wertschätzung an den Rand der Dichtkunst rückte: „Streng genommen verträgt (…) der Zweck des Dichters weder den Ton der Strafe, noch den der Belustigung.“ (Über naive und sentimentalische Dichtung: Satirische Dichtung. 1795) Unter bestimmten Bedingungen könne satirische Dichtung dennoch gelten; abhängig jedoch von der moralischen Integrität ihrer Autoren: die „pathetische Satire“ müsse „aus einem glühenden Triebe für das Ideal hervorfließen“; die „lachende Satire“ könne nur einer „schönen Seele“ entspringen. In mittelmäßigen Händen würde die Satire zum Spott werden und ihre „poetische Würde“ verlieren – und demzufolge aus der „hohen Literatur“ ausgeschlossen werden.

Zu den Literatursatiren der Romantik zählen Ludwig Tiecks Stücke Der gestiefelte Kater (1797), der „gleichsam auf dem Dache der dramatischen Kunst herumspaziert“ (Friedrich Schlegel) und Die Verkehrte Welt (1798), das „Schauspiel eines Schauspiels“ (August Wilhelm Schlegel). Schlegels Konzepte der romantischen Ironie und der TranszendentaleUniversalpoesie, die sich ironisch immer wieder selbst den Boden unter den Füßen wegzieht, kann im weitesten Sinne selbst zu den satirischen Schreibverfahren gezählt werden. Es ist jedoch zu beobachten, dass sich Theorie und literarische Praxis der Satire in der Romantik trennen – ihre produktivsten Theoretiker wie die Gebrüder Schlegel sind selbst literarisch wenig aktiv.

In Philistersatiren wurden der brave Spießbürger und dessen geistige Vertreter („Philister“) veräppelt. Bei Clemens Brentano und Joseph Görres, aber auch bei Joseph von Eichendorff finden sich Texte dieses Genres. Später auch Spießbürgersatire genannt, hat diese Form praktisch bis heute Bestand.

1820–1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HegelsVorlesungen über die Ästhetik (1835–1838) urteilten noch über die Gegenwart: „Heutigentags wollen keine Satiren mehr gelingen“. Das 19. Jahrhundert sollte ihn auf eine gewisse Art widerlegen.

Aus der hohen Literatur verschwand die Satire zunächst in Deutschland zunehmend. Herausragend waren noch Karl ImmermannsEpigonen (1836) und Münchhausen (1836–1839), Robert HamerlingsHomunculus (1888). Auch FontanesFrau Jenny Treibel (1892) trägt satirische Züge. Satirische Schreibweisen finden sich außerdem bei Wilhelm Raabe, Fritz Reuter und dem konservativen Schweizer Jeremias Gotthelf. Große literarische Satiren entstanden jedoch woanders: bei Mark Twain und Charles Dickens, Ambrose Bierce (Des Teufels Wörterbuch) und Gustave Flaubert (Bouvard und Pécuchet, Wörterbuch der Gemeinplätze).

Dominiert wurde das 19. Jahrhundert aber vom Aufkommen der gesellschaftskritischen und politischen Satire. Soziologisch kann man sie als Reaktion auf das Bestreben nach Parlamentarismus und Demokratie in ganz Europa und die Entstehung des ganzen Spektrums politischer Parteien sehen. Ihre Pioniere waren Heinrich Heine, Wilhelm Hauff und Georg Weerth. Heine attackierte im Atta Troll (1843) allegorisch die deutsche Politik des Vormärz. Seine „politische Dichtkunst“, wie er sie nannte, richtet sich auch in Deutschland, ein Wintermärchen (1844) pessimistisch gegen die preußische Hegemonie.

Leichte Theaterkomödien wurden um die Jahrhundertwende im deutschsprachigen Raum zum bevorzugten Medium des satirischen Witzes. Repräsentative Autoren waren die Österreicher Arthur Schnitzler, Johann Nestroy und Hugo von Hofmannsthal. Auch der Naturalismus hatte seine satirisch-sozialkritischen Dramen, etwa Gerhart HauptmannsBiberpelz (1893) und Arno Holz' Blechschmiede (1902) sowie der wiederentdeckte Spätromantiker Christian Dietrich Grabbe mit seinem Lustspiel Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (1827). Ab 1900 fasste dann das Kabarett im deutschsprachigen Raum Fuß. Kabarettistische Bühnenprogramme wurden in den Großstädten zur beliebten Abendunterhaltung und zum zentralen Medium für tagesaktuelle Kritik an Politik und Zeitumständen.

Ab 1854 garantierte ein Bundesgesetz in Deutschland im Prinzip die Pressefreiheit. Klagen wegen „Pressevergehens“ und Gefängnisstrafen für Redakteure waren jedoch an der Tagesordnung. Wegen der neuen Freiheit und trotz der scharfen Überwachung durch die Staatsanwaltschaft wurden zahlreiche satirische Zeitschriften verschiedener politischer Richtungen gegründet. In England erschien seit 1841 der Punch, der sich in Anlehnung an den PariserCharivari auch „The London Charivari“ nannte. Punch und Charivari waren Vorbilder für eine ganze Anzahl deutschsprachiger satirischer Magazine. Im Jahr der Märzrevolution 1848 erschienen beispielsweise allein in Berlin rund 35 dieser zum großen Teil sehr kurzlebigen politischen „Witzblätter“. Dauerhaften Erfolg hatten unter anderen die reich illustrierten Fliegenden Blätter (ab 1845) sowie der bürgerlich-konservative Kladderadatsch (ab 1848).

Neue Formen der Satire entstanden vor allem in diesem flexiblen Medium der Zeitschrift. Zur literarischen Satire in ihren verschiedenen Formen gesellte sich das Bildmedium, die politische Karikatur. Eine Innovation war der Cartoon, der in England entstand und durch meist unpolitische Themen gekennzeichnet war. Mit grafisch anspruchsvollen Zeichnungen und kurzen, pointierten Dialogen skizzierte er gesellschaftliche Peinlichkeiten und komische Situationen. Cartoons wurden bald auch in deutschen Zeitschriften populär; zu ihren Gestaltern gehörten die besten Grafiker des Jugendstils.

In der Zeit der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 zählen Kurt Tucholsky und Erich Kästner (ab 1927) zu den großen Satirikern deutscher Sprache. „Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel“, beschrieb Tucholsky 1919 die Situation der Satire, die von Staat, Kirche und den konservativen Parteien bekämpft wurde. Der Wiener Kritiker Karl Kraus, der mit seiner Zeitschrift Die Fackel (1899) ein eigenes öffentliches Forum für Kritik an Sprache, Gesellschaft und Journalismus schuf, ist bis heute einer der meistzitierten Satiriker.

Nennenswert sind auch Heinrich Manns gesellschaftskritische Romane Professor Unrat (1905) und Der Untertan (1919), Ödön von HorváthsDer ewige Spießer (1930) sowie die armeekritischen Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (1920–1923) des Tschechen Jaroslav Hašek. Gleichzeitig schufen Karl Valentin und Liesl Karlstadt ihre ersten Stummfilme und Bühnenprogramme.

Der gesellschaftskritische Expressionismus brachte auch Bildende Kunst hervor, die stark satirische Züge trägt, etwa die überzeichneten, grotesken Gesellschaftsbilder von George Grosz und Otto Dix.

Nach 1933 wurden unter der Diktatur des Nationalsozialismus satirische Zeitschriften eingestellt, die Schriftsteller ins Exil gejagt. Viele satirische Werke wurden Opfer der Bücherverbrennungen und der Zensur. Manche Zeitschriften, etwa der Simplicissimus, existierten weiter, wurden aber gleichgeschaltet und mit regimetreuen Inhalten versehen.

Auch die österreichische Satirezeitschrift Die Muskete existierte noch bis 1941. Nationalistische und antikommunistische Züge waren ihr nie fremd gewesen; dennoch wurde sie für den Nationalsozialismus, der seit 1938 auch in Österreich herrschte, vereinnahmt. Das Titelblatt der letzten Ausgabe von 1941 zierte ein rotwangiges Mädchen in Bauerntracht mit einem Deutschen Schäferhund.

In den USA konnten satirische Romane dagegen aufblühen: der immens gebildete Vladimir Nabokov, der sarkastische Sinclair Lewis und der Reiseschriftsteller Evelyn Waugh gelten als herausragend.

Nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es die sogenannte Neue Frankfurter Schule, die die deutsche Satire entstaubte und zu neuen Höhen führte. Gemeinsames Forum war vor allem die Satirezeitschrift pardon (1962). Weil der Verleger den Kurs des Hefts änderte, gründeten pardon-Mitarbeiter 1979 das Satireheft Titanic, das nach wie vor monatlich erscheint. Gerade die Geschichte der Titanic belegt, dass auch in der Bundesrepublik Deutschland Satire nicht alles darf; mehrmals wurde die Titanic gerichtlich zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt.

In der DDR erschien ab 1954 das Magazin Eulenspiegel, das noch heute erscheint, sich jedoch seit der Wende stark gewandelt hat, vor allem auch stilistisch, und in vielen Aspekten der Titanic ähnelt.

Erfolgreicher als die Neue Frankfurter Schule waren in Deutschland, gerechnet an den Verkaufszahlen, allerdings die bürgerlichen Satiren von Ephraim Kishon und Loriot. Romane mit satirischen Zügen stammen von u. a. Wolfgang Koeppen (Das Treibhaus, 1953), Martin Walser (Ehen in Philippsburg, 1957), Günter Grass (Die Blechtrommel, 1959). Obwohl sie auch als Gesellschaftsporträts lesbar sind, tragen sie doch deutliche Züge der zugespitzten satirischen Weltdarstellung. Als literarische Gattung konnte sich der satirische Roman jedoch nicht wieder etablieren.

In Österreich gab es mehrere (kurzlebige) Satiremagazine. In den 1950er Jahren war das die Leuchtkugel, von 1982 bis 1985 der Watzmann, zeitgleich der Luftballon und 1997 der Simplicissimus. Seit 2009 der Rappelkopf.

Wenn man von satirischen Bewegungen sprechen kann, trifft man diese vor allem in Frankreich an. Um 1900 erfand Alfred Jarry die parodistische Wissenschaft der Pataphysik, die 1948 in der Gründung des Collège de ’Pataphysique wieder aufgenommen wurde. Auch den Kunstbewegungen des Surrealismus, Dada und der Situationistischen Internationale können satirische Züge nachgewiesen werden, wenn man ihre ironisch-spielerischen und humorvollen Tendenzen hervorhebt.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Künstler, Presseprodukte, Autoren und Sendungen der Nachkriegszeit (nach 1945), die schwerpunktmäßig der Satire zugeordnet werden können:

Satire im Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch im Film ist die Satire relativ häufig präsent. Sie ist zwar kaum als eigenständiges Filmgenre zu betrachten, dennoch ist sie ein Bestandteil vieler Filme, welche Kritik, wie z. B. auf die Gesellschaft, ausüben. Charlie Chaplin gehörte zu den ersten, die den Spielfilm als satirisches Medium ernstnahmen. Mit Moderne Zeiten (1936) und Der große Diktator (1940) schuf er satirische Meisterwerke; es waren zugleich seine ersten Filme, die direkt aktuelle politische Zustände angriffen. Weitere wichtige Vertreter der Filmsatire waren u. a. Luis Buñuel, Billy Wilder, Stanley Kubrick und Robert Altman.

Filmbeispiele:

Andere Rollenverteilung 1814, Napoleon wird von Blücher und Woronzeff in den „Backofen der Verbündeten“ geschoben.
Illustration aus dem Narrenschiff: Von vnnutzē buchern – über den, der viele Bücher besitzt und sie weder liest noch versteht, nur abstaubt
Papstkarikatur der Reformationszeit
China modernisirt sich. Satyrisches Bild Nr. 38, kolorierter Kupferstich der Wiener Theaterzeitung, um 1850

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